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Fluglärm






Modern und freundlich: Das Kinderhaus „An der Oderstraße“ in Trebur ist fast fertig


Die vielen großen Verglasungen spiegeln die Häuser der Umgehung. Glas als Metapher für die Ein- und Ausblicke. Das Haus wirkt dank riesiger Fensterfronten und lichtdurchfluteter Flurbereiche transparent, offen. Das spiralförmige Treppenhaus greift das Element des Durchblicks ebenso auf wie das Bullauge, das später einmal genau auf einen Baum zeigen wird. In eines können sich die Kinder hineinlegen, spielen, nach draußen schauen.
Zwei Ein- und Aufgänge hat das Kinderhaus, ein Aufgang wird einen Fahrstuhl bekommen. Das Kinderhaus ist so konzipiert, dass es später bei Bedarf in ein Mehrgenerationenhaus oder ein Seniorenhaus umgewandelt werden kann. Das Gerüst wird bald abgebaut. Dann werden die Farbgebung und die Gestaltung der Fronten noch besser zu sehen sein. Auffällig sind die Lärm dämmenden gelöcherten Akustikdecken in den großzügigen Gruppenräumen, der Küche und den Fluren.
Auffällig ist auch, dass das Haus im Inneren bereits heute, selbst ohne Möbel, Wärme, Ruhe und Klarheit ausstrahlt. Das liegt an den verwendeten Materialien und Farben, die konsequent für das gesamte Gebäude verwendet wurden, weiß Architekt Roland Lorenz: Sanftes Gelb wechselt mit Orange. Besonders in den von Glas durchbrochenen langen Fluren soll das Pastellgelb des Linoleumfußbodens und der Wände das Licht einfangen und verstärken.
Da das Haus sehr groß ist, war die Orientierung für die Kinder besonders wichtig. So sind alle für die Kinder wichtigen Türen leicht erkennbar in Grün gehalten, während die Türen für die Erwachsenen, wie etwa die für das Büro der Leiterin oder des Elternraumes, aber auch die Türen für die Sanitärräume der Erzieherinnen und die Extratoiletten für die erwachsenen Gäste weiß sind.
Schaut man das Gebäude von außen an, fallen nicht nur die großen Fensterfronten auf, sondern auch die nach außen gestülpten Holzkästen. Diese Kästen werden in die Gruppenräume hineingeführt. Abgesehen davon, dass Holz als Gestaltungselement immer Wärme und Gemütlichkeit ausstrahlt, dienen die Boxen von außen begehbar auch noch einem ganz praktischen Zweck:
Hier können die Erzieherinnen das für den Gartenbereich benötigte Spielmaterial deponieren und ohne viel Aufwand herausholen. Das helle Holz wird auch für die zylinderförmigen zweiten Ebenen, die die Kinder als Rückzugsmöglichkeit und extra Spielplatz in ihren Gruppenräumen nutzen können, verwendet. Die Sanitärräume sind großzügig und kindgerecht.
Die sanften Farben des Hauses werden hier in kräftigeren Akzenten wiederholt.
Die Behindertentoilette ist mit Schiebetür und Warnsystem ausgestattet. Die Toiletten für Erzieherinnen und Gäste sind in diesem Kinderhaus separat. Scheinbare Kleinigkeiten, die sich im alltäglichen Leben des Kinderhauses summieren zu einem angenehmen und freundlichen „Zusammenleben“ der verschiedenen Gruppen.


Wie ist das Gebäude aufgeteilt?

Im Erdgeschoss stehen den Kindern drei große und drei kleine Funktionsräume, ein Essraum, ein großer Bewegungsraum sowie zwei große Spielflure zur Verfügung.
Die Integration von behinderten Kindern ist möglich.

Das Obergeschoss ist in drei Gruppenräume, drei Intensivräume, zwei Ruheräume, einen Essraum und einen Spielflur aufgeteilt. Außerdem steht ein Elternraum zur Verfügung, der zunächst für 12 Kinder der Schulkindbetreuung Trebur genutzt wird.

Wer zieht ein?

Aus den Kindertagesstätten Tannenweg und "Pusteblume" wechseln Kinder am
3. November erstmalig ins Kinderhaus. Dann wird im Tannenweg die Öffnungszeit auf
14 Uhr reduziert. Die neuen Kinder, die bisher noch keinen Kindergarten besuchten, werden am 4. und 5. November aufgenommen. Bereits im Oktober ist ein Eltern-Kind-Nachmittag geplant. Insgesamt werden fünfzig Kita-Kinder im Erdgeschoss betreut.

Ins Obergeschoss zieht die Schulkindbetreuung Trebur mit 12 zwölf Kindern. Außerdem wird eine Krippe für Kinder von ein bis drei Jahren. Die Krippe ist täglich von 7.30 bis 15 Uhr geöffnet. Um die Eingewöhnung für die Krippenkinder zu erleichtern, werden sie nach und nach aufgenommen, das heißt alle zwei Wochen kommt ein neues Kind hinzu bis alle Plätze belegt sind.

Die fünfzehn Kinder des Vorkindergartens „Rappelkiste“, die Zweijährigen werden zwischen sechs bis neun Stunden in der Woche betreut, sind ebenfalls im Obergeschoss des Kinderhauses untergebracht. Dem Vorkindergarten stehen Gruppenraum, Intensivraum und Sanitärraum zur Verfügung. Das Außengelände wird mitgenutzt.

Geöffnet ist das Kinderhaus für die Kindergartenkinder von 7 bis 17 Uhr. Für alle Kinder gibt es ein Mittagessen. Es werden Ganztagsplätze und ein flexibles Buchungssystem angeboten. Geplant ist ein offenes Konzept mit Gruppenbindung.
Wie in allen anderen Kindertagesstätten ist eine tägliche Anmeldung von 8 bis 13 Uhr verbindlich.



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