Nach den Prognosen im Finanzplan wird sich die Situation im Verwaltungshaushalt auch in den nächsten Jahren weiter defizitär gestalten. Das kumulierte Defizit wird bis Ende 2010 rd. 20 Mio Euro betragen. Ein Gegensteuern ist dringendst geboten. Gegensteuern heißt, sich auf die Pflichtaufgaben konzentrieren, bereits Geschaffenes erhalten und auf zusätzliche freiwillige Aufgaben verzichten. Die Gemeinde sollte ihr Augenmerk auf die Ausgabeseite des Verwaltungshaushaltes richten, um so sparsam und wirtschaftlich wie möglich die Aufgabenerfüllung zu sichern aber auch auf die Einnahmeseite, wo kostendeckende Gebühren für die Leistung legitime Finanzierungsposten sind. Bisherige Standards müssen immer wieder in Frage gestellt werden.
Die Sanierung des Haushalts sollte auf keinen Fall durch all zu optimistische Ansätze bei der Gewerbesteuer erfolgen. Aus diesem Grund sind die Gewerbesteuereinnahmen in der Finanzplanung bis 2010 ganz bewusst unverändert auf Basis Messbetrag 625.000,- Euro kalkuliert.
Die Planzahlen Einkommensteueranteil, Anteil Umsatzsteuer sowie Anteil am Familienleistungs-ausgleich ergeben sich aufgrund er vorliegende Orientierungsdaten für die Finanzplanung bis 2010. Die tatsächliche Entwicklung bleibt abzuwarten.
Der Finanzplan zeigt, dass das strukturelle Defizit im Schnitt bei rd. 2,5 Mio Euro liegt. In den Jahren 2008 und 2009 kommt hinzu, dass die Verluste des Eigenbetriebs aus den Jahren seiner Gründung durch den kommunalen Haushalt abzudecken sind.
Zusammenfassung Finanzplan
- Verwaltungshaushalt -
(die Rundung auf volle Tausend Euro führt in der Finanzplanung zu Rundungsdifferenzen)
Verwaltungshaushalt
(in TEUR) |
2006 |
2007 |
2008 |
2009 |
2010 |
Einnahmen |
18.249 |
18.853
|
19.139 |
19.372
|
19.714 |
Ausgaben |
27.087 |
30.675 |
33.594 |
36.587 |
39.475 |
Defizit |
-8.838 |
-11.822 |
-14.455 |
-17.215 |
-19.761 |
Im Defizit enthalten: Fehlbetrag Vorjahre |
-6.237 |
-8.712 |
-11.822 |
-14.455 |
-17.215 |
verbleiben für das jeweilige Haushaltsjahr |
-2.601 |
-3.110 |
-2.633 |
-2.760 |
-2.546 |
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und Verlustabdeckung Eigenbetrieb |
0 |
0 |
202 |
393 |
0 |
verbleiben: |
-2.601 |
-3.110 |
-2.431 |
-2.367 |
-2.546 |
In der mittelfristigen Finanzplanung ist weder eine Entnahme noch eine Zuführung zur allgemeinen Rücklage geplant. Die Finanzplanung für die Jahre 2008 bis 2010 ist in den Ausgaben auf ein Minimum beschränken, d.h. es darf davon ausgegangen werden, dass hier weitere Investitionsmaßnahmen umgesetzt werden, die derzeit noch nicht absehbar und somit in der Planung auch nicht berücksichtigt sind. Nicht in der Finanzplanung enthalten, jedoch in den Folgejahren zu tilgen, sind die geplanten Kreditaufnahme in den Jahren 2007 und 2010
Derzeit ist nicht absehbar, wann und in welcher Höhe die in 2007 vorgesehenen Kreditaufnahmen in Anspruch genommen werden müssen, so dass die sich daraus ergebenden Zins- und Tilgungsbeträge in der Finanzplanung noch keine erücksichtigung gefunden haben.
Die Aufnahme der Kredite, die planerisch in den Jahren 2009 und 2010 vorgesehen sind, wird in den Jahren 2011 ff. zu tilgen sein.
Zusammenfassung Finanzplan
- Vermögenshaushalt -
(die Rundung auf volle Tausend Euro führt in der Finanzplanung zu Rundungsdifferenzen)
Vermögenshaushalt
(in TEUR) |
2006 |
2007 |
2008 |
2009 |
2010 |
Einnahmen und Ausgaben je |
5204 |
4365 |
2661 |
1620 |
1630 |
in Einnahmen enthalten: |
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Darlehen Kreditmarkt |
1966 |
2803 |
|
275 |
1090 |
Einnahmen aus Krediten und Inneren Darlehen f. Umschuldung |
818 |
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| Einnahmen aus Inneren Darlehen |
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144 |
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in Ausgaben enthalten: |
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ordentl. Tilgung Darlehen - Kreditmarkt |
170 |
205 |
210 |
215 |
220 |
außerordentl. Tilgung Darlehen - Kreditmarkt u. Umschuldung |
818 |
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Tilgung inneres Darlehen |
242 |
263 |
464 |
262 |
54 |
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