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Zeittafel

8.Jh.

Entstehung eines königlichen Wirtschaftshofes, der im 9.Jh. zu einer repräsentativen Königspfalz ausgebaut wurde.

829

Erste urkundliche Erwähnung Treburs in einer hier von Ludwig dem Frommen ausgestellten Urkunde. Für die folgenden zweieinhalb Jahrhunderte sind 57 Besuche fränkischer und deutscher Herrscher in Trebur nachgewiesen. Einige dieser Aufenthalte sind mit bedeutenden reichsgeschichtlichen Ereignissen verbunden.

887

sagten sich die Fürsten des Reiches auf einem Hoftag von Karl III. los, der daraufhin die Königskrone an Arnulf von Kärnten abtreten mußte.

895

kamen zu einer Synode und Reichsversammlung neben 26 Bischöfen mit ihrem Gefolge zahlreiche geistliche und weltliche Große in der Pfalz zusammen.

1053

ließ Kaiser Heinrich III. seinen dreijährigen Sohn in Trebur zum König wählen.

1066

feierte Heinrich IV. hier seine Hochzeit mit Berta von Turin.

1076

traten auf dem Höhepunkt des Investiturstreits die oppositionellen Fürsten in Trebur zusammen und verlangten von Heinrich sich mit Papst Gregor zu vergleichen ("Bußgang nach Canossa")

1077

Rudolf von Rheinfelden, Gegenkönig Heinrichs IV., besuchte als letzter Herrscher die Pfalz. Das Königsgut um Trebur verblieb weiterhin in königlichem Besitz.

12.Jh.

Im "Tafelgüterverzeichnis" sind noch bedeutende Lieferungen aus Trebur zur Versorgung des königlichen Hofes aufgelistet. Allmählicher Übergang königlicher Rechte und Besitzungen an aufstrebende Territorialherren (von Münzenberg/Falkenstein), geistliche und weltliche Grundbesitzer.

1223

Schöffengericht unter einem landesherrlichen Schultheißen.

1248

verpfändete der Gegenkönig Wilhelm von Holland Trebur an die Grafen von Katzenelnbogen.

1276

Umwandlung der Pfandschaft in ein Lehen.

1422

erwarben die Grafen von Katzenelnbogen Vogtei und Gericht Trebur von den Falkensteinischen Erben.

1479

Nach dem Tode des letzten Katzenelnbogener Grafen fiel Trebur im Erbgang an die Landgrafschaft Hessen.

1527

Einführung der Reformation.

1540

Großer Dorfbrand.

1624

Während des 30jährigen Krieges ein weiterer verheerender Dorfbrand.

1633 Eine Pestepidemie sowie Plünderungen und Brandschatzungen kosteten bis zum Ende des Krieges annähernd zwei Drittel der etwa 700 Einwohner das Leben. - Erst um

1750 hatte das Dorf den Bevölkerungsstand des ausgehenden 16. Jhs. wieder erreicht.

1780 Marktrechtsverleihung. - Die 1. Hälfte des 19.Jh. ist gekennzeichnet durch starkes Bevölkerungswachstum, wirtschaftliche Rückständigkeit und Ernährungskrisen, die um

1850 zu einer Massenauswanderung verarmter Einwohner nach Nordamerika führten. Gegen Ende des 19. und im frühen

20.Jh. machte sich die Industrialisierung auch in Trebur bemerkbar. Der bäuerlich-handwerklich geprägte Ort mit seinem hohen Tagelöhneranteil entwickelte sich in den folgenden Jahrzehnten, besonders aber seit

1945 beginnt die Entwicklung zu einer modernen Arbeiterwohnsitzgemeinde

   



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