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Klage gegen die Südumfliegung


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Trebur, GG, Nauheim begrüßen Gutachten gegen die Südumfliegung von RLP
Fluglärmbeschwerde
Lärmschutzzonen | Schallschutz
Bürgerinitiative Trebur BIT
Abflüge über der Gemeinde nach Planfeststellungsunterlagen 2004
Beschluss der Gemeindevertretung zum Flughafenausbau vom 10. März 2000
Petition zur Ablehnung der Novelle zum Fluglärmgesetz
1. Maßnahmepaket "Aktiver Schallschutz"
Archiv: Trebur und der Flughafenausbau


Trebur, GG, Nauheim begrüßen Gutachten gegen Südumfliegung von RLP

Ab 20. August diesen Jahres soll er kommen, der nächste Schritt zur Umsetzung der Südumfliegung. Die Heavys und Frachtmaschinen werden von der Nordroute (TABUM alt) auf die Südumfliegung (TABUM neu) geleitet.
Pressemitteilun der drei Kommunen vom 16. Mai 2012


Zwei Tage in Leipzig. Eine erste Bilanz (15. März 2012)

"Danke, dass Sie Ihre schützende Hand über die Nachtruhe der Bevölkerung halten", richtete sich einer der kommunalen Anwälte am zweiten Verhandlungstag im Bundesverwaltungs-
gericht in Leipzig an die Richter des 4. Senats. Und ein zweiter fasste den bisherigen Verlauf so zusammen: "Das Land Hessen hat Rechtsauskunft bestellt, aber die Antwort gefällt nicht."
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Klage gegen die Südumfliegung (Stand 10. Februar 2012)

Trebur, Nauheim und die Kreisstadt Groß-Gerau (Hessen), fünf Kommunen aus dem Landkreis Mainz-Bingen (Rheinland-Pfalz) sowie fünf Privatkläger und Bürgerinitiativen (Rheinland-Pfalz) haben gemeinsam Klage gegen die Südumfliegung eingereicht. Beklagter der Feststellungsklage ist das Bundesaufsichtsamt für Flugsicherheit.
In einem Pressegespräch am 9. Februar in Nauheim stellten die Bürgermeister in Nauheim¸ Rechtsanwalt Bernhard Schmitz und Landrat Claus Schick (Kreis Mainz-Bingen) Rechtsanwalt Bernhard Schmitz, Landrat Claus Schick (Kreis Mainz-Bingen) sowie Bürgermeister aus Hessen und Rheinland-Pfalz stellten auf einem Pressegespräch am 9. Februar in Nauheim die Klage vor.
Mit dabei:

  • Bürgermeister Stefan Sauer, Kreisstadt Groß-Gerau (Hessen)
  • Bürgermeister Jan Fischer, Gemeinde Nauheim (Hessen)
  • Bürgermeister Jürgen Arnold, Großgemeinde Trebur (Hessen)
  • Bürgermeister Dr. Robert Scheurer, Verbandsgemeinde Bodenheim
  • (Nackenheim, Lörzweiler | Rheinland-Pfalz)
  • Bürgermeister Klaus Penzer, Verbandsgemeinde Nierstein-Oppenheim
  • ( Rheinland-Pfalz)
  • Ortsbürgermeister Thomas Günther, Nierstein ( Rheinland-Pfalz)
  • Bürgermeister Ralph Spiegler, Verbandsgemeinde Nieder-Olm
  • (Ober-Olm, Klein-Winternheim | Rheinland-Pfalz)

Die Südumfliegung - was ist das?

Laut DFS nutzen seit Oktober 2011 alle Flugzeugtypen der Gewichtsklasse “Light “ und “Medium“ die Südumfliegung, also den Ablug in den Süden. Ab 2013, dies wird voraussichtlich vorgezogen und im Sommerflugplan umgesetzt, nutzen alle Flugzeugtypen der Gewichtsklasse “Light “,“Medium“ und “Heavy“ (3 und 4-Strahlig) die Südumfliegung. Ab 2016 nutzen (fast) alle Luftfahrzeuge die Südumfliegung.
Genehmigung der Südumfliegung durch Umweltbundesamt am 8. August 2011.

Warum in den Süden fliegen, wenn man doch in den Norden will?

Groß-Gerau, Nauheim und Trebur (rund 55.000 Menschen) werden besonders von den neuen Abflugstrecken (Südumfliegung) betroffen. Die vorgestellten Varianten belasten unsere Kommunen zwar unterschiedlich, festzustellen aber ist, dass der Süd-/Südwesten des Flughafens unverhältnismäßig mehr belastet wird.
Wir fragen uns, warum dies bei der Flugroutenplanung nicht berücksichtigt wird. Besonders Variante 5 / 5m / 7 (Gutachten Rheinland-Pfalz) betrifft bisher sehr ruhige Gebiete. Gleichzeitig werden von Überflügen stark belastete Kommunen kaum entlastet. Einzig entlastet ist der Taunus.

Das Umweltamt Wiesbaden formuliert es auf der Forumseite der Stadt Wiesbaden so: "Das Fehlanflugverfahren (durchstartende Maschinen) für die Anflüge auf die Landebahn Nordwest tangiert die Abflüge von den Parallelbahnen in Richtung Nord-West. Bei 126 Flugbewegungen pro Stunde, wie es der „Planungsfall“ für das Jahr 2020 vorsieht, wäre nicht zu jedem Zeitpunkt eine notwendige „Lücke“ für Starts in Richtung Nord-West zwischen den Anflügen auf die Landebahn Nordwest verfügbar. Im Konzept zur Inbetriebnahme der Landebahn NW ist daher die stufenweise Verlagerung der Abflüge von den Parallelbahnen in Richtung Nord-West (z. B. TABUM) hin zur Südumfliegung vorgesehen. Die DFS hat sich verpflichtet, die Anzahl der NW-Abflüge deutlich zu reduzieren. Mit dem Winterflugplan 2011/2012 ist der prozentuale Anteil bereits von 35 auf 11,2 gesenkt worden. Der Sommerflugplan 2013 sieht eine weitere Senkung auf 4,6% vor. Damit soll die gemäß Planfeststellungsverfahren beschriebene Lärmverteilung/ Lärmentlastung erreicht werden."
(Quelle: forum.wiesbaden.de)

Der genannte Grund des Fehlanflugverfahrens im Norden erschließt sich uns jedoch nicht. Denn die Hauptbegründung der DFS, mit Inbetriebnahme der neuen Nord-West-Landebahn gäbe es im Norden einen Sicherheitskonflikt mit durchstartenden Flugzeugen, greift im Süden genauso.

Schon im März wies die Gewerkschaft der Flugsicherung (GdF) darauf hin, „dass das immer wieder vorgebrachte Argument, die Südumfliegung am ausgebauten Flughafen Frankfurt sei für die sichere Abwicklung des Flugverkehrs notwendig, einer an der Praxis ausgerichteten, tiefergehenden Analyse nicht Stand hält.“ (Quelle: Website der GDF)
Die GDF beschreibt einen Konflikt im Süden so: „Die, das ist wohl als sicher anzusehen, stark genutzte Südumfliegung beinhaltet einen bewusst neu geschaffenen, für Fluglotsen wesentlich kritischeren Kollisionskurs. Ein solcher möglicher Kollisionskurs würde immer dann entstehen, wenn abfliegende Maschinen die Südumfliegung nutzen, aber gleichzeitig eine die Südbahn zur Landung anfliegende Maschine, aus welchen Gründen auch immer, durchstarten muss und vom Lotsen damit zwangsläufig in den anderen Verkehr wieder einzureihen ist. Diese in der Flugsicherung immer mit zu berücksichtigende Situation wird in den Debatten bislang völlig ausgeblendet. Ob aus Unkenntnis, mangelndem Problembewusstsein oder kalkulierter Verdrängungstaktik, weil nicht sein kann, was nicht sein darf, sei einmal dahin gestellt.“

Der Lärmschutzbeauftragte schlug ursprünglich die Modifizierung der Variante 5 vor. Aus unserer Sicht zielt das auf eine Optimierung des Fehlanflugverfahrens so, dass wesentlich mehr Abflüge direkt nach Nordwesten geführt werden können. Damit würde den Lärmschutzinteressen unserer Kommunen und gleichzeitig aller südwestlich gelegenen Siedlungsbereiche gedient. In die Richtung eines optimierten Fehlanflugverfahrens argumentiert auch das von der Rheinlandpfälzischen Landesregierung in Auftrag gegebene Gutachten.
Doch nach dem Festlegen der derzeitig festgelegten Abflugvarianten werden unsere Kommunen einer erheblichen Lärmzunahme ausgesetzt werden. Es wird bei uns und in Rheinland-Pfalz also zu sehr hohen lokalen Veränderungen und zu einer Belastung bisher ruhiger Gebiete kommen bzw. es ist bereits so gekommen.
Hinzu kommt: Die Gesamtbetrachtung einer Auswirkung auf die Region fehlt völlig in den Erhebungen der DFS. Vergleichsbetrachtungen sollten immer den gesamten Betrieb aller Flugstrecken beinhalten. Es sind also alle Belastungen durch Fluglärm, nicht nur einzelne Varianten zu untersuchen und darzustellen.
Auch sollten bei einer Untersuchung von Alternativen die Auswirkungen der Abflüge von der Startbahn 18 betrachtet werden. West ist in die Ermittlung und Bewertung einzubeziehen.

Weitere Gründe:

    • Kürzere Strecken leisten einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.
    • Sie sind wirtschaftlich günstiger und vor allem sicherer.
    • Dies schon deshalb, weil sich die Beibehaltung bestehender Abflugverfahren flugtechnisch weniger schwierig als die Einübung neuer Verfahren darstellt.
    • Die Ausstattung mit GPS-Navigation (Area Navigation) ist nicht gewährleistet.

Die den Kommunen vor der Festlegung der Flugrouten vorgelegten Informationen waren unzureichend, um Auswirkungen der jeweiligen Flugrouten auf betroffene Kommunen beurteilen zu können. In die Gesamtbetrachtung ist die geplante Auswirkung des 1. Maßnahmepaketes Aktiver Schallschutz einzubeziehen. Auch zu prüfen sind etwaige neue Aktive Maßnahmen analog dem 1. Maßnahmepaket. Ferner ist eine getrennte Darstellung der Auswirkungen der verschiedenen Flugverfahren für die Tag- und Nachtzeit erforderlich.
Die Neubelastung bisher nicht belasteter Gebiete sowie Personen muss adäquat zum Stand der Lärmwirkungsforschung berücksichtigt und bewertet werden. Bei der Ermittlung der Lärmzunahme ist zusätzlich die Gesamtlärmbelastung anhand der Lärmaktionsplanung einzubeziehen.
Die Erfordernisse der Raumordnung und Landesplanung (Landesentwicklungsplan und Regionalpläne) insbesondere zum Schutz ruhiger Gebiete, zur Lärmbündelung und zur Siedlungsentwicklung sind zu berücksichtigen. Die besondere Situation der Neustrukturierung des gesamten Luftraums gebietet eine umfassende Gesamtbetrachtung auch bei der Bewertung von Alternativen.

Spaltung der lärmgeplagten Kommunen? Keineswegs

Was bisher geschah …
Einiges war seit 2001 ahnbar. Auch, dass es lauter werden würde. Dass jedoch schrittweise alle Abflüge in den Süden und und ein Großteil davon in den Südwesten geleitet werden sollten, erfuhren die Kommunen zum ersten Mal auf einem Informationsgespräch zum „1. Maßnahmepaket Aktiver Schallschutz“ am 7. Juli 2010 im DFS-Campus Langen. Im Podium unter anderem: Vertreter der Deutschen Flugsicherung, der Fluglärmkommissio, des Umwelt- und Nachbarschaftshauses, des Ökoinstituts Darmstadt, der Lufthansa und der Fraport. Hier erfuhren die erstaunten kommunalen Vertreter zum ersten Mal vom Segmentierten RNAV (GPS) Anflugverfahren – Nacht, Bevorzugter Bahnnutzung (DROps 25) – Start nach Westen Nacht, Bevorzugter Bahnnutzung (DROps 07) – Start nach Osten... Die Kommunen aus dem Kreis Mainz-Bingen und Oppenheim stellten die meisten Fragen und konstatierten, dass sie nicht einbezogen worden seien. Die Fragen der Gemeinde Trebur nach Sicherheitskonflikten im Süden (Kollision mit startenden Flugzeugen von der Startbahn West, Vogelschlag, Nähe zu Biblis) wurden nicht beantwortet.

Das 1. Maßnahmepaket
Nach genauer Studie des „1. Maßnahmepaketes Aktiver Schallschutz“ legten die Kreisstadt Groß-Gerau sowie die Kommunen Nauheim und Trebur eine „Gemeinsame Erklärung zum Hearing der Fluglärmkommission am 15. September 2010 vor. Darin hieß es: „Bereits aus grundsätzlichen Erwägungen heraus, sehen wir uns nicht in der Lage, dem vorliegenden ,Anti-Fluglärmpaket‘ zuzustimmen. Es kann nicht abgeschätzt werden, ob die jetzigen Maßnahmen für unsere Kommunen zumutbar sind. … 1. Das ,Maßnahmenpaket zum aktiven Schallschutz‘ sieht eine Umverteilung des Lärms vor, um vor allem sogenannte ,Hochbetroffene‘ zu entlasten. Das bedeutet Fluglärmentlastungen für die einen und zusätzliche Belastungen für die anderen. Die anderen, das sind vor allem bisher nicht oder nur gering von Fluglärm belastete Orte und Regionen. So werden Nauheim und in der Folge Groß-Gerau Nord sowie Trebur neu belastet und zwar in doppelter Hinsicht … Hinzu kommt zum zweiten die Belastung durch den Ausbau, da künftig im Südwesten des Flughafens eine neue Hauptabflugrichtung liegen wird. Die neue Flugroute Masir / Tabum wird für die Kommunen das Vielfache des bisherigen Fluglärms bringen - bis zu 14 dB(A) liegt die Steigerung am Tag. Eine derartige Lärmzunahme lässt sich nirgendwo anders in der Region festzustellen... Nach dem Maßnahmenpaket sollen nun noch weitere Belastungen für unsere Kommunen hinzukommen. Von daher geben wir den dringenden Hinweis, das Maßnahmenpaket dahingehend zu überarbeiten, dass eine Tendenz zur Erhöhung der lndexpunkte in unseren Kommunen ausgeschlossen wird … Mit dem Vorstehenden ist nicht nur die Unzulänglichkeit eines derartigen Maßnahmenpaketes in seiner jetzigen Konfiguration greifbar. Nein, schon der Ansatz ist verfehlt, da er ausschließlich auf Lärmverteilung setzt. Ein ,Anti-Fluglärmpaket‘ müsste sich beim Thema der Verteilung des Fluglärms in der Region vielmehr zuerst mit der Frage befassen, wie viel Wachstum des Flughafens den Anliegern zugemutet werden kann und an welchem Punkt auf Grund kollidierender Interessen dem Flughafen selbst die Beschränkung seines Wachstums auferlegt werden kann und muss. Dazu wäre als erstes die Abflugstrecke zwischen Nauheim und Königstädten Masir / Tabum zu überprüfen. Zu diesem Abflugverfahren hatte sich bereits im September 2000 der Fluglärmschutzbeauftragte des Hessischen Ministeriums für Wirtschaft, Verkehr und Landesentwicklung wie folgt geäußert: „ … ich teile Ihre Bedenken hinsichtlich der als Rohentwurf dargestellten Abflugstrecke im Zusammenhang mit der Ausbauvariante Nordbahn im Kelsterbacher Wald, zumal praktisch keine Lücke zwischen Rüsselsheim-Königstädten und Nauheim besteht." Dennoch befindet sich die Abflugroute zwischen Nauheim und Königstädten noch heute in den Planungsunterlagen. In diesem Zusammenhang wäre unter Einbeziehung des BMV zu prüfen, welche Möglichkeiten sich aus einer Modifizierung des Fehlanflugverfahrens für die neue Landebahn bei Westbetrieb ergeben würden.
Ein „Anti-Fluglärmpaket" müsste sich beim Thema der Verteilung des Fluglärms in der Region vielmehr zuerst mit der Frage befassen, wie viel Wachstum des Flughafens den Anliegern zugemutet werden kann und an welchem Punkt auf Grund kollidierender Interessen dem Flughafen selbst die Beschränkung seines Wachstums auferlegt werden kann und muss.

Die Fluglärmkommission
Zur Änderung der Flugrouten legte auch der Kreis Groß-Gerau einen Beschlussvorschlag für die Sondersitzung der Fluglärmkommission am 25. Januar 2011 und 3. März 2011 vor. Die Sitzung der FLK am 3. März wird auf den 9. März verschoben. Bereits am 21. Februar 2011 geben Trebur, Nauheim und Groß-Gerau der Fluglärmkommission eine "Gemeinsame Stellungnahme an die Deutsche Flugsicherung (DFS)".
Am Dienstag, 8. März 2011, 15 Uhr - einen Tag vor der Sitzung der Fluglärmkommission (FLK) – kam ein Beschlussvorschlag des Vorstands der Fluglärmkommission bei den Mitgliedern, so auch im Rathaus Trebur, per E-Mail an. Am Mittwochmorgen, 9. März 2011, stimmte die Mehrheit der Fluglärmkommission diesem schnell gestrickten Papier zu, obwohl die Mitglieder der Initiative Zukunft Rhein-Main zuvor mehrheitlich beschlossen hatten, ihrem Beschlussvorschlag mit der Forderung. die für die Kommunen offenen Fragen zu klären, als Alternative vorgelegt hatte.

Trebur und der Vertreter des Kreises enthielten sich. Der Beschlussvorschlag der ZRM? Vom Tisch gefegt. Das zum Verfahren. Auf einmal war sie da, die Flugroute 7. Und dem Papier der Initiative "Zukunft Rhein-Main", sorgsam ausgearbeitet in deren Arbeitsgruppe Lärm, und in einem Workshop der ZRM mit großer Mehrheit verabschiedet, folgte in der Sitzung der Fluglärmkommission kaum noch ein Vertreter mehr.

Die Fluglärmkommission(FLK) empfiehlt am 9. März 2011 die Flugroute 7 über Groß-Gerau, die Gemeinde Trebur, Bodenheim und andere Kommunen in Rheinland-Pfalz. Eine Empfehlung, die sie überhaupt nicht hätte treffen müssen. Dabei handelte Nauheims damaliger Bürgermeister Ingo Waltz (SPD) mit seinem der Route 7 stark ähnelnden Vorschlag, gegen die einen Tag zuvor gemeinsam mit Trebur und Große-Gerau getroffene Erklärung.

Bürgermeister Jürgen Arnold gab am 9. März in der Sitzung der Fluglärmkommission zu Protokoll: „dass die gemeinsame Erklärung der Kreisstadt Groß-Gerau, der Gemeinde Nauheim und der Gemeinde Trebur an die DFS über die Fluglärmkommission vom 21. Februar 2011 nicht behandelt worden ist. Die Fragen sind weder in Zusammenhang mit der Gesamtlärmbelastung noch in Zusammenhang mit der Optimierung des Fehlanflugverfahrens beantwortet worden. Unsere Vorschläge zur Vermeidung von Fluglärm im Süden und Südwesten des Flughafens sind nicht erörtert worden." Weiter erklärte er, das „dass eine qualifizierte Abwägung der Schadstoffemissionen nicht vorgenommen“ sei und dass „die Behauptung, dass aufgrund des Fehlanflugverfahrens für die Nordwest-Landebahn die Führung der Nordabflüge nicht mehr möglich sei, im Widerspruch stehe zu der Aussage des Piloten Torsten Jasper …, dass es auch bei der Südumfliegung zu Konflikten kommen könne, die bislang noch nicht beleuchtet wurden …“ In Erklärung der GdF, der Gewerkschaft der Flugsicherung vom 1. März 2011 sehen die Fluglotsen Probleme, aber auch eine Lösung. Danach sei der Geradeausflug vom Parallelbahnsystem (ähnlich Variante 4) die sicherste Abflugstrecke, gibt der Treburer Bürgermeister zu Protokoll. Außerdem seien die Prüfaufträge zum 2. Teil der Flugroutenplanung im Ausbaufall der Kreisstadt Groß-Gerauund der Gemeinden Nauheim und Trebur wurden bislang noch nicht abgearbeitet. Und: "Die Selbstverpflichtung der DFS zur Reduzierung der Anzahl der NW-Abflüge von heute 35% aller Abflüge bis zum Planungsfall bei 126 Bewegungen/Std.  m Jahr 2020 auf ca. 2% ist bisher nicht begründet worden.'' Die von der DFS vorgeschlagenen alternativen Abflugstrecken führten alle zu einer erheblichen Mehrbelastung / Belästigung im südwestlichen Teil des Flughafenbereichs, die vermieden werden könne .

Fluglärmkommission beschließt Flugroute 7
Umweltbundesamt entscheidet für Route 13

Aber was bedeuten Flugroute 7 oder 13?

  • mehr Lärm für den Süden und Südwesten
  • die Kreisstadt Groß-Gerau und Ortsteile wie Wallerstädten werden in niedriger Höhe überflogen
  • mehr Luftverschmutzung
  • längere Flugstrecke
  • weiträumige Belastung bis nach Rheinland-Pfalz

Daraus ergeben sich Fragen

  • Wie hoch sind die Flugzeuge bei dieser Routenführung über Groß-Gerau, Wallerstädten, der Gemeinde Trebur, Bodenheim, dem Kreis Bingen in Rheinland-Pfalz?
  • Welcher Lärm kommt am Boden an?
  • Warum hat sich die Deutsche Flugsicherung (DFS) eine Selbstverpflichtung auferlegt, die Nordrouten in den Süden starten zu lassen und über den Südwesten in den Norden zu leiten?

Lärmschutzzonen - Eigentümer sollten bis Mitte August Anspruch auf Lärmschutz erheben

Flugroute 7

Flugroute 7

Flugroute 13

Klar ist schon heute

  • Es ist lauter geworden, auch für die weiter vom Flughafen entfernten Kommunen.
  • Trebur ist durch den Flughafenausbau in seiner Planungshoheit beschränkt.
  • Eine Beschränkung des Wachstums des Flughafens gibt es bisher nicht.
  • Die Entscheidung zum von den Kommunen geforderten Nachtflugverbot steht noch aus.

Was können Sie tun?

1. Telefonieren
Fluglärmbeschwerden kostenfrei per Telefon am Frankfurter Flughafen
0800 2345679

2. Konkrete Überflüge anklicken und beschweren
Klicken Sie auf Ihren Ortsteil, öffnet sich ein Fenster des Deutschen Fluglärmdienstes (DFLD e.V.). Die Gemeinde ist Mitglied im DFLD und betreibt mit dem Verein in Astheim, Geinsheim und Trebur Messstationen. Hier können Sie den Überflug, der Sie belästigte, sehen (kleiner Versatz von etwa drei Stunden) und per Klick eine Beschwerde schicken.
Astheim
Geinsheim, Hessenaue, Kornsand
Trebur

3. Fluglärmbeschwerde per Post
Fluglärmbeschwerde zum Herunterladen und Ausdrucken
Fluglärmbeschwerde mit Beschwerdetext versenden

4. Welches Flugzeug war das?
Die Flugbewegungen, Lautstärke, Maschinentyp und Airline können Sie hier sehen.
Virtuelle Aufzeichnung der Flugbewegungen - "Casper" Umwelthaus Kelsterbach


Flugrouten über der Gemeinde 2011, zwei Tage Fluglärmmessungen im Vergleich
ausgewertet von der Bürgerinitiative gegen des Ausbau des Flughafens und für ein Nachtflugverbopt von 22 bis 6 Uhr" BIT
Abflüge über der Gemeinde im Januar


Rückblick

Auf einmal war sie da, die Flugroute 7. Und dem Papier der ZRM, sorgsam ausgearbeitet in der AG Lärm der Initiative "Zukunft Rhein-Main" (ZRM) und in einem Workshop der ZRM mit großer Mehrheit verabschiedet, folgte in der Sitzung der Fluglärmkommission kaum noch ein Vertreter.

Die Fluglärmkommission(FLK) empfiehlt am 9. März 2011 Flugroute 7 über Groß-Gerau, die Gemeinde Trebur, Bodenheim und andere Kommunen in Rheinland-Pfalz. Eine Empfehlung, die sie überhaupt nicht hätte treffen müssen. Politisches Kalkül?

Am Dienstag, 8. März, 15 Uhr kam der Beschlussvorschlag des Vorstands der FLK bei den Mitgliedern, so auch im Rathaus Trebur, per E-Mail an. Am Mittwochmorgen, 9. März, stimmte die Mehrheit der FLK diesem Papier zu. Trebur enthielt sich. Der Beschlussvorschlag der ZRM? Vom Tisch gefegt. Das zum Verfahren.

Presseausschnitt 2011

9.7. MSP "Granold: Flugroute 13 soll rasch kommen"

11.3. Bürgemeister Stefan Sauer (GG) und Jürgen Arnold (Trebur) gegenüber der Presse

9.3. FR Weiter nach Süden

1.3. GDF-Homepage Gewerkschaft der Fluglotsen sehen Sicherheitsprobleme bei der Südumfliegung

2011 Fluglärm Rheinhessen


Trebur

21.2. gemeinsame Stellungnahme von Trebur, Groß-Gerau und Nauheim für die FLK-Sitzung 9.3. mit Anlagen

1. Maßnahmepaket "Aktiver Schallschutz"

Archiv: Trebur und der Flughafenausbau



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