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Was macht Trebur?



Der Rhein tritt über die Ufer und überschwemmt fast jährlich den Steindamm. Auch auf vielen Wiesen bilden sich im Frühjahr und Herbst durch Druck- oder Grundwasser regelrechte Seenplatten.
Gerade deshalb erhält Trebur seine Rheinauen und verzichtet damit seit Jahrzehnten auf Gewerbesteuereinnahmen und Arbeitsplätze.

Hier einige Beispiele:

  • Trebur hat im Interesse des Erhaltes seiner Rheinauen auf die Ansiedlung des größten petrochemischen Industriekomplexes in Europa (Shell mit rund 600 Hektar versiegelter Fläche) mit der Aussicht auf 1.200 Arbeitsplätze verzichtet – das war 1970.
  • Trebur hat im Ortsteil Astheim auf eine Sondermülldeponie der Höchst AG verzichtet, somit auch auf erhebliche Steuereinnahmen – das war 1972.
  • Trebur hat auf ein Grosskraftwerk verzichtet – 1.200 Megawatt – somit auch auf Steuereinnahmen – das war 1979.

    Verzicht steht dabei für zermürbenden Kampf.
  • Trebur hat auf die Ausweisung von Neubaugebieten im Schwarzbachpolder und den Rheinauen – also dem Rheinpolder verzichtet – und somit keine Einnahmen durch Grundstücksverkauf erzielt.

Trebur hält bereits eine Polderfläche mit einem Fassungsvermögen von 16 Millionen Kubikmetern vor. Das entspricht rund 20 Prozent der Gemarkungsfläche, also rund 11 Quadratkilometern.

Trebur hat kürzlich mit einer Veränderungssperre 700 Hektar Rheinvorland gesichert.
Denn:
Das Rheinvorland ist Suchgebiet für Aufforstungen aufgrund des Geländeverlusts beim Bau eines weiteren Bahnensystems des Flughafens Rhein-Main. Das interessiert weder FRAPORT noch Verantwortliche in den für Naturschutz zuständigen Behörden.

Was hat der Flughafen mit Rheinhochwasser zu tun?

Durch die Versiegelung weiterer Flächen und Einleitung von Oberflächenwasser in das sogenannte Gundbachsystem, das wiederum in das Schwarzbach–Entwässerungssystem mündet, kommt erhöhte Wasserfracht nach Trebur als Unterlieger des Schwarzbaches. In diesem Zusammenhang wird die Frage nach einem Ausbau des Flughafens von den Verantwortlichen des Landes und des Bundes nicht gestellt. Auch hier gehen die wirtschaftlichen Interessen vor die Interessen von rund 200.000 Menschen, die in dieser Region leben.

Wir halten durch 18 Kilometer Schwarzbachdeiche dieses Binnenhochwasser des Schwarzbaches zurück, das in der Rheinwassersituation durch das Schwarzbachstauwerk zurückgestaut wird. Über den Schwarzbach wird ein Einzugsgebiet von rund 1.000 Quadratkilometern entwässert. Das funktioniert nicht immer – daher wird der Schwarzbachpolder in Trebur mit 8 Millonen Quadratkilometer Fassungsvermögen vorgehalten.



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