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Wieder einmal wird im Hessischen Landtag über ein Atomkraftwerk in Trebur spekuliert.
Die FAZ berichtete am 22. Feburar 2006.

Artikel der FAZ

Atomkraftwerk in Trebur – undenkbar
Alle Jahre wieder neue Pläne für das Rheinvorland

Es könnte ein Faschingsscherz sein: Egal aus welcher Ecke, alle Jahre wieder gibt es neue Pläne zur Zerstörung des Rheinvorlandes und Gefährdung der Bevölkerung. Der neueste Plan: Ein Atomkraftwerk in Trebur oder Leeheim. So diskutiert in der Landesregierung und gestern in der Presse veröffentlicht.

„Da wird es einen breiten Widerstand in Trebur geben“, kündigte Bürgermeister Jürgen Arnold an. Aufgrund genau solcher Begehrlichkeiten habe die Gemeinde einen Bebauungsplan für das Rheinvorland aufgestellt und eine Veränderungssperre verhängt. Seit drei Jahren sind wir hier an der Planung einer ökologisch verträglichen und mit der Landwirtschaft und dem Umweltschutz abgestimmten Entwicklung, die wir auch dem RP Darmstadt bereits vorgetragen haben,“ so Jürgen Arnold.

„Die einen wollen einen Polder, die anderen benötigen Ausgleichsflächen, die nächsten hätten gerne die gesamten Flächen als Auskiesung und anschließende Baggerseenplatte samt steigendem Verkehrsaufkommen und wieder andere würden sehr gern Straßen quer durch das Gebiet bauen, um eine private Mautbrücke zu bedienen“, erinnert der Bürgermeister. „Und gleichzeitig sprechen die gleichen Leute von Naherholung, Naturschutz und Aktionen gegen das Grundwasser“. Solche widersprüchlichen Aussagen gäbe es stets in Land, Bund und „manchmal leider auch vor Ort“.
„Ich hoffe nur, dass hier bei uns wenigstens in diesem Punkt Einigkeit herrscht“, mahnt der Bürgermeister an, die Interessen der Bürgerinnen und Bürger zu wahren. Schließlich habe die Gemeinde als Rheinanlieger nicht nur die Verantwortung für Trebur, sondern für bis zu 200.000 Menschen im Kreis Groß-Gerau, die Sicherheit bei Hoch- und steigendem Grundwasser betreffend.

Zur Erinnerung an die Planungsvorhaben in der Gemarkung Trebur in Rheinnähe von 1965 bis 1995, hatte Karl Frick, langjähriges Mitglied der AGU (Arbeitsgemeinschaft Umwelt) und der BIT (Bürgerinitiative Trebur gegen den Flughafenausbau und für ein Nachtflugverbot) vor Jahren eine Zusammenstellung erarbeitet und der Gemeinde zur Verfügung gestellt (siehe rechte Spalte).

Walter Astheimer, Erster Beigeordneter der Gemeinde, weist darauf hin, dass eines der ältesten Atomkraftwerke, die in Deutschland noch am Netz sind, in Biblis stehe.
„Die Landesregierung soll sich an das bestehende Programm und die damit verbundenen Verträge halten und das Atomkraftwerk Biblis wie geplant 2008 vom Netz nehmen“, so Walter Astheimer. Es sei einfach, mit dem Finger auf der Karte am Rhein entlang zu fahren und die einzige grüne Fläche mit immer neuen unsinnigen Ideen zu bepflastern. Statt des Verschiebens eines Atomkraftwerks ein paar Kilometer nördlich, solle die Landesregierung in alternative Energien investieren. „Bedenkt man dabei, dass die gleiche Landesregierung den Ausbau des Flughafens forciert und laut Planfeststellung nach Ausbau des Flughafens eine neue Route über Trebur entstehen soll, die dann genau über das Atomkraftwerk führen würde, muss man sich schon fragen, ob die Fastnacht in Wiesbaden erste geistige Schäden hinterlasse.“

Astheimer und Arnold kündigten als ersten Schritt ein Schreiben an Umweltminister Dietzel noch am heutigen Tage an, in dem Trebur seine Position darlege. „Außerdem haben wir Herrn Dietzel bereits mehrmals zu einem Rundgang durch die Gemarkung eingeladen, leider bisher ohne Erfolg“, so Bürgermeister Jürgen Arnold. Dies wolle er nun wieder tun.

 

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Karte der nummerierten Bauvorhaben in JPG

Karte der nummerierten Bauvorhaben in PDF

Erläuterungen zur Karte
Position 1
1965 – 71 Industriemülldeponie Astheim (20 ha = 0,2 km²)

Position 2
1970 Großraffinerie Shell mit angeschlossenen petrochemischen Werken (660 bis 1.000 ha = 6,6 bis 10 km²)

Position 3
1974 – 79 Atomkraftwerk (90 ha = 0,9 km²)

Position 4
1977 – 79 ICE-Strecke Köln-Mannheim, Variante W1 – Zerschneidung der Gemarkung auf einer Länge von 10 km

Position 5
1979 – 80 Großkraftwerk Steag auf Kohlebasis (100 ha = 1km²)

Position 6
1990 Polder Trebur F1 (1300 ha = 13 km²)
Position 7 1995 Polder Trebur F2 (940 ha = 9,4 km²)

außerdem Ausgleichsfläche für Fraport rund 100 ha gemäß Planfeststellungs-verfahren (nicht in der Karte)

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